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Schnorcheln in der Türkei
Sicher ist die Türkei nicht
so bekannt für Taucher und Schnorchler, wie beispielsweise
die Malediven
oder Australien.
Dennoch gibt es auch hier Ecken, in denen das Schnorcheln zu einem
einzigartigen Erlebnis werden kann. Wir möchten von daher
die Grundlagen und ein paar Tips geben.
Vom Prinzip her ist Schnorcheln einfach; doch obwohl nur wenig
dazu gehört, ist es für Anfänger ungewohnt und
für Fortgeschrittene gibt es noch häufig Tipps, die
das Schnorcheln nicht nur vereinfachen, sondern den ganzen Ausflug
um Längen verbessern können. Wer ein wenig Theorie kennt,
der hat nicht nur mehr Spaß, sondern kann Anfängerprobleme
mit Leichtigkeit vermeiden:
| Ausrüstung |
| Maske |
Die richtige
Maske ist das Wichtigste für schöne Schnorchel-Erlebnisse.
Wenn sie nicht richtig sitzt, Wasser hineinkommt, sie beschlägt
oder unbequem ist, dann wird das Schnorcheln zur Tortour.
Man kann beim Kauf der Maske bereits einen
allgemein gültigen Test machen, indem man die
Maske aufsetzt, ohne das Maskenband um den Kopf zu legen.
Nun sollte man den Kopf nach vorneüber beugen und Luft
durch die Nase einatmen. Wenn die Maske nun am Gesicht bleibt,
so ist der wichtigste Test gut bestanden: die Maske ist
luftdicht und hält sich gut am Gesicht.
Der zweite Test betrifft den späteren Druckausgleich
beim Abtauchen. Man prüft, ob man bequem mit den Fingern
an den Nasenerker kommt, um die Nase zuzuhalten. Wichtig
ist auch, daß um das ganze Gesicht herum weiches Gummi
zu spühren ist, das anschmiegsam ist. Prüfen Sie
auch die Zuverlässigkeit von Gummi-Verschlüssen
zum Erweitern/Verengen der Maske. Die Maske darf nicht zu
eng, aber auch nicht zu locker sitzen, eben angenehm.
Noch ein Tip für klare Sicht: es gibt verschiedene
Möglichkeiten, das Glas in der Maske von Dunst freizuhalten,
denn nichts ist ärgerlicher, als wenn die Maske beschlägt:
am bekanntesten und auch wirksam ist das einfache Hineinspucken
in die Innenseite der Maske, verreiben und anschließende
ausspühlen der Maske. Wem das nicht reicht, weil die
Maske nach kurzer Zeit trotzdem wieder beschlägt, der
kann statt Speichel auch Zahnpasta
verwenden. Wichtig dabei ist, daß man sie gut verreibt
und auch gut wieder ausspühlt, denn sie kann in den
Augen sonst brennen. Wer Zahnpasta benutzt, der muß
sich darüber im klaren sein, daß der ursprüngliche
Schutzfilm der Maske - der eigentlich gegen Beschlag dient
- damit sehr wahrscheinlich abgetragen wird.
Wer normalerweise eine Brille trägt, der hat die Möglichkeit
entweder Kontaktlinsen (möglichst Tageslinsen,
denn sie können verloren gehen) einzusetzen, oder aber
Masken mit optischen Gläsern zu kaufen. Letztere sind
jedoch um einiges teurer.
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| Schnorchel |
Beim Schnorchel,
der unbedingt zur Maske gehört, ist die richtige Länge
und der richtige Durchmesser zu beachten. Wichtig
dabei ist, daß die Länge 35 cm und der Durchmesser
2 cm nicht übersteigt. Längere und dickere Schnorchel
können zu einem Barotrauma der Lunge führen, da
die ausgeatmete Luft wieder erneut eingeatmet wird.
Ansonsten ist das Ausblasventil noch von Interesse: Schnorchel,
die dieses Ventil an der Unterseite haben, erleichtern dem
Schnorchler das Ausblasen extrem. Die Anschaffung lohn also.
Eine Signalfarbe am oberen Ende des Schnorchels ist
wichtig, damit man als Schnorchler von z.B. Booten erkannt
wird.
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| Flossen |
Man unterscheidet
geschlossene Schuhflossen und offene Fersenbandflossen
mit sog. Füßlingen. Letztere haben den Vorteil,
daß man die Füßlinge (Gummischuhe) auch
getrennt von den Flossen - z.B. zum Waten im seichten Wasser
- tragen kann, und die Flossen bei Bedarf anzieht.
Achten Sie darauf, daß die Flossen zwar gut sitzen
(darf nicht wackeln) nicht aber so fest, daß sie drücken
(sehr wichtig!). Das Material sollte insbesondere
um den Fuß herum anschmiegsam bzw. weicher sein, als
die Flosse selbst. Wer die Flossen ins Wasser legt, sollte
beobachten können, daß sie werde einen Auf- noch
einen Abtrieb hat (optimal, weil sie dann schnell wiederzufinden
ist). Bunte Farben sind vorteilhaft und das Material sollte
so beschaffen sein, daß es unter starker Sonneneinstrahlung
nicht verformt (das geschieht bei Kunststoffflossen eher
als bei Verbundmaterial). |
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| Richtiges
Schnorcheln |
| Abtauchen |
Das wichtigste
beim Abtauchen ist es, daß man den Druckausgleich
richtig macht, denn schon kurz unter der Wasseroberfläche
nimmt der Druck auf die Ohren stark zu (1 bar pro 10 Meter).
Wenn also an der Wasseroberfläche ein Druck von 1 bar
herrscht, so ist in 10 Meter Tiefe bereits ein Druck von
2 bar. Den Druckausgleich macht man nun nicht erst dann,
wenn der Druck unausstehlich wird, sondern etw alle 50 cm
- 1 m. Die Gefahr, die besteht wenn man zu spät (zu
tief) den Druckausgleich vornimmt ist, daß kleine
Äderchen platzen, bis hin daß das Trommelfell
platzt. Dabei muß der Druckausgleich ein wenig geübt
werden (Nase zuhalten und leicht (!) ausatmen).
Eine gute Technik zum sehr schnellen
Abtauchen, die zudem auch Luft spart, soll im folgenden
beschrieben werden:
Man legt sich mit dem Bauch nach unten flach aufs Wasser
und atmet ruhig ein. Nach einem tiefen Atemzug klappt man
den Oberkörper bis zum Hintern senkrecht (um 90°)
nach unten ab und hebt kurz darauf die Beine mit Füßen
senkrecht nach oben. Damit zeigt der Körper nun senkrecht
nach unten und man wird innerhalb von 2-3 Sekunden 3 Meter
tiefer sein. Sehr wichtig bei dieser Übung ist es,
daß man in dieser Zeit 2-3 mal Druckausgleich macht
(s.o.).
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1)
waagerecht liegen
2) 90° Oberkörper einknicken
3) Beine hochstrecken |
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| Auftauchen |
Wer einige Meeter nach unten
taucht und nach 1-3 Minuten wieder nach oben kommt, der
hat in der Regel nur noch wenig Luft in der Lunge und muß
bald atmen. Daher ist es um so wichtiger, daß das
auch schnell klappt. Daher sollte man niemals solange unter
Wasser bleiben, daß keine Restluft mehr vorhanden
ist. Im Gegenteil, die Restluft wird dafür genutzt,
um an der Oberfläche einen kräftigen Stoß
die verbleibende Luft durch den Schnorchel auszustoßen
um diesen wieder zum Atmen nutzen zu können. Denn beim
Abtauchen füllt sich der Schnorchel ja mit Wasser.
Weiterer wichtiger Punkt betrifft das, was an der Oberfläche
vor sich geht: es ist nicht unwahrscheinlich, daß
ein Surfer, Segelboot oder sogar ein Motorboot in der Gegend
ist und Sie beim Auftauchen überfährt. Motorboote
kann man unter Wasser hören, anderes Sportgerät
evtl. nicht. Hier heißt es also: vorsicht beim
Auftauchen!
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| Atmen |
Taucher wissen dies aus dem
FF: langsames und ruhiges Atmen ist oberstes Gebot.
Das mag für Schnorchler nicht im gleichen Maße
zutreffen, denn der Sauerstoff scheint nicht knapp zu sein.
Doch auch beim Schnorcheln ist es wichtig ruhig zu atmen,
denn wer Natur beobachten möchte und sich Anfänger
ist, wird sehr schnell aus der Ruhe (und aus dem Spaß)
kommen, wenn er/sie nicht ruhig atmet.
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| Flossenschlag |
Im grunde werden die Beine
bewegt, wie beim Kraulschwimmen. Wichtig - insbesondere
für Brunstschwimmer - ist, daß die Knie nicht
angewinkelt werden, sondern weitgehend gerade bis ganz wenig
gebeugt sind. Die Flossenschläge sind dabei langsam
und ruhig.
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| Kleidung |
Zur Kleidung gibt
es zwei Dinge zu beachten: Zum einen muß man sich gegen
Sonnenbrand schützen; hierzu bietet es sich an, ein T-Shirt
o.Ä. zu tragen. Vorsicht, nehmen Sie ein T-Shirt, das
man niht mehr dringend braucht, da das Salzwasser die Farben
schnell auswäscht.
Zum anderen sollte man sich in kälteren Jahreszeiten
und je weiter und länger man im Wasser bleibt auch vor
Kälte schützen. Das ist sogar in Äquator-nahen
Gebieten wie auf den Malediven,
den Seychellen
oder auf Mauritius
wichtig. Am besten trägt man hier einen Shorty
(Neopren-Anzug mit freien Armen und Beinen). Das verhindert,
daß man auskühlt. |
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