Fethiye

File 650Fethiye ist eine Kleinstadt an der westlichen Mittelmeerküste, unweit der Insel Rhodos. Bekannt ist sie bei Touristen vor allem auf Grund ihrer wunderschönen natürlichen Bucht, die eine Velzahl an Jachthäfen und  Badeständen bietet. Besonders beliebt ist der Strand im Vorort Calis, sowie die unweit von Fathiye gelegene, türkeiweit bekannte Lagune Ölüdeniz, deren Photo inzwischen fast jedes Türkeiprospekt ziert. Die Vielzahl an beschaulichen Inseln, die die Bucht schmücken, erkundet man am besten auf einer der vielen Inselhopping Bootstouren die von verschiedenen Häfen täglich starten.

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Auch wenn es die meisten Touristen zum Badeurlaub nach Fethiye zieht, die Stadt hat weit mehr zu bieten. Auf dem Gebiet der heutigen Stadt, und bis zum Erdbeben in den 1950er Jahren auch noch relativ gut erhalten, stand früher die antike Stadt Telmessos, deren Geschichte bis ins 5. Jahrhundert vor Christus zurückverfolgt werden kann. Größte Attraktion ist das im Osten der Stadt liegende Tempelgrab des Amyntas, dessen Eingang von einer um 350 vor Christus in den Felsen gehauenen Tempelfassade geschmückt wird. Im näheren Umkreis des Grabes befinden sich eine Reihe weiterer, aber wesentlich kleinerer Felsengräber, die teilweise recht schwer auszumachen sind. Eine Besichtigung lohnt sich trotzdem, schon allein wegen der atemberaubenden Sicht, die man von hier aus über die Stadt und die gesamte Bucht hat.

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Da Fethiye einfach in und um die Überreste Telmessos herum gebaut wurde, findet man, teilweise direkt neben der Staße oder in privaten Gärten, Steinsagropharge aus der Zeit um 450 vor Christus. Im Südwesten der Stadt steht ein relativ gut erhaltenes antikes Theater, das für 6.000 Zuschauer angelegt ist und in dem auch heute noch gelegentlich Aufführungen stattfinden. Weiter nördlich, zwischen den Hügeln, findet man eine alte Kreuzfahrerburg aus dem 15. Jahrhundert, von dem leider wenig erhalten geblieben ist und das wohl nur für Archäologiebegeisterte interessant sein dürfte.