
Demre / Myra
Seine Bedeutung hat das antike Myra- das später Kale hieß und heute den Namen Demre trägt- vor allem als Wallfahrtsort wegen des von dort stammenden Nikolaus von Myra erlangt, der Grundlage für die spätere Legendenbildung um den heiligen Nikolaus war. Im 5. Jahrhundert wurde der Ort als lykische Siedlung gegründet und gehörte zu den sechs einflussreichsten Städten des Lykischen Bundes.
Theater, Nekropolen und Nikolauskirche
Von der antiken Stadt ist heute als Einzelbau nur noch das römische Theater erhalten, das im Jahre 141 n. Chr. entstand. Der Rest liegt unter vom Demre-Fluss angeschwemmten Geröllmassen vergraben, eine Freilegung steht noch aus. Die Meernekropole westlich des Theaters mit den lykischen Felsgräbern ist ganz besonders beeindruckend. Die imposanten Gräber- Höhlen, Tempel und Zellen- wurden im Stil lykischer Häuser erbaut.
Nicht mehr zugänglich ist das berühmte Totenmahlrelief etwas weiter oberhalb. Östlich der Meernekropole befindet sich die zweite bekannte Nekropole- die Flussnekropole. Auch hier erwarten den Besucher in eine Steilwand geschlagene Höhlengräber, die wie flach gedeckte Häuser aussehen. Westlich des Dorfplatzes von Demre steht die im 8. Jahrhundert entstandene Nikolauskirche (Aya Nicola Kilisesi), in der man unter anderem einen Grabraum mit Sarkophag besichtigen kann, der einige Jahrhunderte lang als Sarkophag des heiligen Nikolaus galt.
