Istanbul

File 659Istanbul, die Stadt, die auf zwei Kontinenten liegt. Geteilt durch den Bosporus, der das Marmara Meer mit dem Schwarzen Meer verbindet, liegt der westliche Teil Istanbuls auf der europäischen Kontinentalplatte, der östliche Teil auf dem Asiatischen Kontinent. Diese geographische Trennung entspricht im groben auch der inneren Treilung Istanbuls. Lebt die Istanbuler Mittelschicht eher im östlichen Teil, befindet sich im Süden des europäischen Teils das so genannte alte Istanbul und im Norden das moderne Istanbul.

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Kaum eine Stadt ist so vielseitig wie Istanbul. Von Ankara inzwischen abgelöst als Hauptstadt der Türkei ist Istanbul als bevölkerungsreichste Stadt das Zentrum für Kultur, Kunst und Finanzen, sowie ein großer, wenn nicht sogar der größte Touristenmagnet der Türkei. Hier gibt es eine nahezu unerschöpfliche Fülle an Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels und Museen jeglicher Art, im Nachfolgenden ein kleiner Umriss der bekanntesten:

 

File 779Das touristische Zentrum Istanbuls ist eindeutig Sulthanamed, das Zentrum des alten Istanbul, in dem nicht nur die Aya Sofya und die Blaue Moschee stehen, sondern auch der Topkapi Palast und unzählihge kleinere Gebäude aus römischer, byzantischer, griechischer und osmanischer Zeit. Zwischen den bekannten Sehenswürdigkeiten findet man kleine Künstlerläden und Restaurants, Jugendherbergen und schicke Hotels, Museen, Parks und Bazare. Stunden, ja sogar Tagelang kann man durch die kleinen Gassen schlendern und das rege Treiben der Händler und Besucher auf sich wirken lassen.

 

Die Aya Sofya (Hagia Sofia), 500 nach Christus erbaut, war lange Zeit die größte und bedeutendste Kirche der Welt, bis ca. 1000 Jahre später der Petersdom in Rom gebaut wurde. Um 1400 bei der Eroberung Istanbuls in eine Moschee umgewandelt, ist sie inzwischen nur noch ein Museum in das jährlich abertausend Besucher strömen. Bekanntgeworden ist die Aya Sofya (Hagia Sofia) nicht nur auf Grund ihrer enormen Ausmaße, sondern auch vor allem auf Grund ihrer architektonisch meisterlich gebauten flachen Gewölbedecke, die im Inneren mit wunderschönen Malereinen und Mosaikmustern verziert ist.

 

Nahe der Aya Sofya befindet sich der Topkapi Palast, von Mehmet dem Eroberer um 1450 nach Christus erbaut, wohnten hier bis ins 19. Jahrhundert die türkischen Herrscher. Anders als europäische Paläste, besteht der Topkapi Palast aus vier hintereinander liegenden Innenhöfen, um die herum im Kreis viele kleine Küchen, Pavillons, Empfangs – und Schlafzimmer lagen. Besonders schön ist auch der Harem, den man allerdings nur im Rahmen einer Tour besichtigen kann, sowie das Schatzzimmer in dem eine Auswahl der schönsten Wertgegenstände der Sultane ausgestellt ist.

 

File 776Die Blaue Moschee, ursprünglich gebaut mit dem Ziel vor Augen die nahegelegene Aya Sofya in Schönheit und Ausmaßen zu übertreffen, ist vor allem bei Tag ein beeindruckender Anblick. Mit ihren sechs Minaretten, den runden Kuppeldächern und dem weithin größten Innenhof sieht sie schon von weitem imposant aus. Betritt man an einem hellen Tag ihr Inneres, in das aus aberhundert Fenstern das Sonnenlicht fällt und dabei die Unmengen an blauen Fliesen zu leuchten bringt, versteht man sofort, wieso die Blaue Moschee so genannt wird.

 

Fährt man vom alten Istanbul in Richtung Norden, kommt man nach Beyoglu, das weithin als das moderne Istanbul bezeichnet wird. Hier gibt es viele gute Restaurants, teure Hotels, hippe Klamottenläden und moderne Bars und Nachtclubs.

 

Die Istanbuler Bevölkerung lebt vor allem auf der Asiatischen Seite, die man über die Bosporus Brücke oder mit der Fähre erreichen kann. Sehenswürdigkeiten gibt es hier kaum, dafür aber das Alltagsleben und Treiben der Bevölkerung in das man bei einem Spaziergang wie selbstverständlich einzutauchen beginnt.