| Anreise | Von allen größeren Städten Deutschlands, der Schweiz und Österreichs fliegen große Fluggesellschaften ganzjährig nach Ankara, Antalya, Izmir und Istanbul. In den Sommermonaten wird das Angebot ausgebaut, es gibt Direkt- oder Anschlussflüge in Tourismusregionen. Die Anreise mit dem eigenen Auto ist zwar möglich, für entspannungssuchende Kurzurlauber aber nicht zu empfehlen. Die Fahrt von Frankfurt nach Istanbul bzw. Antalya zieht sich über 2400-3200 km und mehrere Länder, allesamt mit verschiedenen Durchreisebestimmungen. Will man sich einen Teil des Weges sparen, kann man z.B. die Fähre von Ancona oder Brindisi (Italien) nach Cesme (Türkei) nehmen. Vor allem in den Sommermonaten kann dies allerdings teuer werden.
Eine günstige und recht komfortable Alternative zum Fliegen bieten Fernbuslinien die zwischen den meisten großen Westeuropäischen Städten und der Türkei in regelmäßigen Abständen verkehren. Nachteile sind die lange Fahrtzeit (40-60 Stunden) und die Tatsache, dass die Fernbusstationen oft mehrere Kilometer außerhalb der Städte liegen und man erst noch ein Taxi zu seinem Hotel organisieren muss.
Der Zug ist eine weitere Alternative, wenn auch eine recht teure und unbequeme, muss man doch meist häufig umsteigen und auch hier noch mit einer Fahrtzeit von 40-50 Stunden rechnen. Im Gegensatz zum Bus, der nur auf der Autobahn fährt, sieht man aber beim Zugfahren wesentlich mehr vom Land selbst.
Allgemein sollte man bei der Einreise über den Landweg lange Wartezeiten einplanen, denn wenn gerade Grenzkontrollen stattfinden, werden durchaus ganze Autos bis ins kleineste Detail untersucht und das kann dauern.
Für einen Aufenthalt bis zu 90 Tagen benötigt man als Deutscher oder Schweizer einen Ausweis oder Reisepass der noch minimal 6 Monate gültig ist. Reist man mit dem eigenen Auto an, muss man in jedem Fall den Reisepass mitnehmen, denn in diesen wird das Auto bei der Einreise eingetragen. Österreicher brauchen ein Visum, dieses kann man für 15EUR direkt bei der Grenze kaufen.
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Baden
| Die Meerwasserqualität ist im Allgemeinen sehr gut, Ausnahmen bilden Gebiete rund um große Instustriestädte wie Izmir. Zwischen Juni und Oktober kann man fast überall mit einer Wassertemperatur von ca. 20°C rechnen, mancherorts kann man sogar bis in den Dezember hinein im Meer baden. Rettungsschwimmer gibt es bisher kaum an den Stränden, was bei den Mengen an Touristen und den immer wieder vorkommenden Unfällen kaum zu verstehen ist. Nackt oder in Unterwäsche sollte man den Aufenthalt am Stand sowie das Baden unterlassen. Die Türkische Polizei reagiert hierauf sehr streng und hohe Geldstrafen können verhängt werden. |
| Einkaufen / Shopping | Ein besonderer Reiz der touristischen Märkte sind die meist gefälschten Markenartikel, die man hier zu weit günstigeren Preisen als die Originale erwerben kann. Auch Gold- und Silberschmuck, Lederwaren und Antikgegenstände, ob echt oder Nachbildung, sind begehrte Souvenirs. Achten Sie sehr genau auf die Qualität und die Echtheit, hier bestehen große Unterschiede. Für die Ausfuhr dieser Artikel gelten bestimmte Vorgaben, die man unbedingt beachten sollte. Kontrollen finden immer häufiger statt und bei Einfuhr unerlaubter Gegenstände winken hohe Geldstrafen. Qualitativ hochwertige Souvenirs gibt es vor allem in Form von landestypischen Waren wie Strickwaren, traditionellen Pumphosen, Keramikgeschirr, Pfeifen aus Meerschaum und Gewürzen. Am besten kauft man diese Produkte auf Märkten im Landesinneren oder direkt dort, wo sie traditionell hergestellt werden (Keramikprodukte z.B. in Kütahya). Dort sind diese Produkte oft preiswerter als an den als besonders günstig angepriesenen Duty Free Shops am Flughafen.
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| Frauen | In touristischen Gebieten hat man als alleinreisende Frau generell mit wenig Problemen zu rechnen, die ein oder andere unangenehme Situation kann man aber nicht völlig ausschließen. Das gleiche gilt für abgelegene Regionen, solange man sich der türkischen Kultur entsprechend verhält und sich dem Kleidungsstil der Einheimischen anpasst: Männern gegenüber sollte man distanziert auftreten und es empfiehlt sich weite, lange und eher unauffällige Kleidung. Auf längeren, vor allem nächtlichen, Busreisen setzt man sich als Frau am besten möglichst weit vorne hin, im Taxi dagegen auf jedenfall hinten. |
| Feste & Feiertage & Ferien | Nationale Feiertage: 1. Januar: Neujahr. Silvester wird allerdings nur in den großen Städten gefeiert. 23. April: Tag der nationalen Souveränität, benannt nach dem Tag der Einberufung der Nationalversammlung 1920. 19. Mai: Atatürk Gedenktag, gilt als Gründungstag der Unabhängigkeitsbewegung 1919. 30. August: Erinnerung an den Sieg Atatürks 1922. 29. Oktober: Tag der Gründung der Republik 1923. Religiöse Feiertage: Zuckerfest: Feier zum Fastenbrechen am Ende des Monats Ramadan. In konservativen Regionen sind während des Ramadan Lokale tagsüber oftmals geschlossen. Das Zuckerfest geht drei Tage und wird mit kulinarischen Genüssen und Süßigkeiten für die Kinder gefeiert. Opferfest: Erinnerung an Abrahams Opfer, das mit großen Familienfesten begangen wird. Es findet statt in der Mitte des Wallfahrtsmonats und dauert vier Tage. Die genauen Daten dieser Feste sollte man spontan nachschauen, da sie sich jedes Jahr um 11 Tage nach vorn verschieben.
Die türkischen Schulferien sollte man möglichst umgehen, denn zwischen Mitte Juni und Mitte September sind vor allem die Regionen an der nördlichen Ägäis und nördlich von Izmir vollkommen überlaufen. |
| Fortbewegung | Vor Ort gibt es ein gut ausgebautes und billiges Fernbusnetz. Noch billiger fährt man mit dem Zug, allerdings ist das Netzt relativ schlecht ausgebaut und meist braucht man für die gleiche Strecke länger als mit dem Bus.
Mit dem eigenen oder einem Mietauto die Türkei zu erkunden hat den Vorteil, dass man leicht an normalerweise eher unzugängliche Stellen kommt, allerdings können Mietautos recht teuer sein und der türkische Verkehr ist nicht jedermanns Sache.
Wenn man eher unbefahrene Strecken oder kleinere Städte im Hinterland erkunden möchte, bietet sich ein Minibus (Dolmus) an. Das Ziel findet man in der Regel auf einem Schild hinter der Frontscheibe, oder man handelt es direkt mit dem Fahrer des Busses aus. Abfahrt ist meinst sobald der letzte Platz belegt ist.
Flüge sind nur eine Alternative, wenn man weite Strecken möglichst schnell zurücklegen möchte.
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| Flugzeit | Der Flug zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz und der Türkei dauert zwischen zwei und drei Stunden. |
| Geld | Währung ist die Türkische Lira (YTL). 1 YTL besteht aus 100 Kurus. Der Wechselkurs beträgt: 1YTL = 0,50EUR = 0,65CHF (2010). Geldumtauschen kann man einfach und zumeist billiger als zu Hause an den vielen Wechselstuben der Flughäfen und Grenzübergänge. Auch Banken, Postbüros und vereinzelte Hotels wechseln Geld, allerding ist der Umrechnungskurs hier oft schlecht. EC-Automaten gibt es an der Westküste fast überall, im Osten immerhin in den großen Städten. Das gleiche gilt für die Akzeptanz von Kreditkarten. Reist man ins Landesinnere sollte man genügend Bargeld und Münzen dabei haben, hier werden selten Scheine, geschweige denn Bankkarten, akzeptiert.
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| Kinder | Die Türken sind ein äußerst kinderfreundliches Völkchen, Kinder sind gerne gesehen und Sie werden kaum jemanden finden, der sich über Kindergeschrei beschwert. Viele Hotels und Ferienanlagen sind inzwischen auf Familien mit Kindern eingestellt und oft gibt es großezügige Rabatte für Kinder. Etwas anders sieht es aus, wenn man von der Küste ins Landesinnere kommt. Kinderspielplätze und andere Beschäftigungsmöglichkeiten für die Kleinen gibt es kaum. |
| Märkte | Man kann davon ausgehen, dass in jedem Ort mindestens einmal in der Woche Markt ist. Besonders lohnend sind die traditionellen Bauernmärkte im Landesinneren wo man noch auf Schmiede und Korbflechter trifft und selbsthergestellten Käse und Olivenöl kaufen kann. Große Wochenmärkte findet man in Bergama, in Milas, in Elmali und in Burdur. |
| Medizin / Gesundheit | Offiziell sind keine Schutzimpfungen vorgeschrieben, es wird aber empfohlen sich gehen Polio, Diphterie, Tetanus und Hepatitis A zu impfen bzw. diese Impfungen auffrischen zu lassen. Durch das gegenseitige Sozialversicherungsabkommen können sich Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen bei Vorlage der European Health Card in Krankenhäusern und von Ärzten der Türkischen Sozialversicherungsanstalt kostenlos behandeln lassen. Eine Private Zusatzversicherung lohnt sich für Zusatzleistungen wie z.B. Rücktransport. Die Apotheken in der Türkei sind gut ausgestattet, viele Medikamente bekommt man selbst unter dem gleichen Namen.
Die häufigsten Probleme von Urlaubern sind Sonnenbrand und Magenprobleme. Lichtschutzfaktor 30 wird allgemein empfohlen, Leitungswasser trinkt man am besten nur in großen Städten und greift ansonsten zu abgepacktem Wasser.
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| Öffnungszeiten | Feste Regelungen was die Ladenöffnungszeiten betrifft, gibt es in der Türkei kaum. Die meisten Geschäfte haben aber, unterbrochen von einer unterschiedlich langen Mittagspause, Montags-Samstags von 8:30-19:00 Uhr geöffnet. Samstags oder in den heißen Sommermonaten schließen die Läden teilweise nachmittags, in touristenreichen Gebieten haben sie dafür manchmal auch am Sonntag und bis spät am Abend geöffnet. Behörden und Banken haben Montag-Freitag von 8:30-12:00 Uhr und 13:30-17:00/17:30 Uhr geöffnet, im Hochsommer schließen sie oft schon mittags, zu Festtagen gleich für mehrere Tage. Museen öffnen Dienstag-Sonntag 9:00-17:00 Uhr und sind montags geschlossen. Die Post hat Montag-Freitag von 9:00-12:00 Uhr und von 13:00-17:00 Uhr geöffnet, die Hauptpost Montags-Samstags 8:00-24:00, sonntags 9:00-19:00 Uhr. Restaurants öffnen gewöhnlich am Frühen Mittag und haben oft bis 23:00 Uhr geöffnet. |
| Packliste | Eine Packliste kann vor allem bei Zeitmangel eine wichtige Hilfestellung sein um sicherzugehen, dass man alles Wichtige für den Urlaub dabei hat. |
| Preise | Flüge in die Türkei kosten ca. 300-400 EUR. Bis zu 100 EUR kann man sparen, wenn man Flüge kauft, die mit unterschiedlichen Auflagen verknüpft sind. Der Eintritt für Museen und Sehenswürdigkeiten liegt bei 2-4 EUR, bekanntere können bis zu 10 EUR kosten. Als Student kann man bei Vorlage eines Internationalen Studentenausweises einen Nachlass von bis zu der Hälfte des Preises bekommen.
High Class Hotels können bis zu 150 EUR/DZ für eine Nacht kosten, Pensionen kosten ca. 15-50 EUR pro DZ, Jugendherbergen kriegt man teilweise schon für 5 EUR die Nacht.
Im Vergleich zu westeuropäischen Durchschnittspreisen ist die Türkei noch stets ein relativ günstiges Reiseland. Dies gilt vor allem für das touristenarme Landesinnere, wo man oft nur ein Drittel des Preises zahlt den man in einer Touristenhochburg wie Istanbul gewöhnt ist.
Ob man Preise akzeptiert oder feilscht, hängt von einem selbst und der Situation ab. Auf dem Basar oder bei Straßenhändlern sollte man auf jeden Fall feilschen und den Preis dabei um minimal ein Drittel unterbieten. Allerdings nur, wenn man genügend Zeit mitbringt und bereit ist das Produkt zu kaufen, sollte der Verkäufer den Preis akzeptieren. Bei mit einem Festpreis versehenen Produkten, wie in Supermärkten, feilscht man in der Regel nicht.
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| Rauchen | Türken rauchen gern und viel. Die Regierung hat aber inzwischen ein Rauchverbot für öffentliche Verkehrsmitteln und Gebäude durchgesetzt und auch in immer mehr Bars und Restaurants gilt Rauchverbot. Die Wasserpfeife oder Nargileh, wie sie auf Türkisch heißt, raucht man heutzutage allerdings selten mit dem traditionellen scharfen Tabak, sondern oft mit einer fruchtigeren Version, die für den bekannten Nargileh Geruch verantwortlich ist.
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| Reklamationen | Wer unzufrieden ist mit den Leistungen des Reiseanbieters, sollte bei der Reklamation einige Punkte beachten, die unter dem Punkt Reklamation nachzulesen sind. |
| Sicherheit | Generell gilt die Türkei als sicher, in touristischen Zentren sieht das leider etwas anders aus. Taschendiebe und betrügerische Einladungen bei denen man am Ende selbst überteuerte Rechnungen zahlen muss, gehören zu den häufigsten Bedrohungen. Die Berichte über den Erfolg einer Beschwerde bei der Polizei gehen weit auseinander, oft stellen Kommunikationsprobleme eine Hürde da. Was den Südosten des Landes betrifft, sollte man sich vor Anreise unbedingt über die aktuelle Sicherheitslage informieren. Zwar ist die Kurdenproblematik momentan kein großes Thema, Vorsicht ist aber immer geboten. |
| Verkehr | Die meisten Straßen sind relativ gut ausgebaut, auch wenn es ab und zu mal das ein oder andere Schlagloch zu umfahren gibt. Anders sieht das in abgelegenen, vor allem Berg-, Regionen aus, hier sollte man mit schmalen, schlechten und ungesicherten Strecken rechnen. Was das Fahrverhalten der Türken (speziell in der Rush Hour) betrifft, umschreibt „chaotisch“ die ausgeprägte Kommunikation mit der Hupe sowie die teilweise komplette Ignoranz der Verkehrszeichen wohl ganz passend. Auf abgelegen Straßen, vor allem in den Bergen, sollte man auf freilaufende Tiere achten sowie damit rechnen, dass Handkarren und Autos schlecht oder gar nicht beleuchtet sind.
Innerorts gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 km/h, Außerorts fährt man 90 km/h, auf Autobahnen 130 km/h. Der Anschnallgurt muss getragen werden, es gilt eine Promillegrenze von 0,5 und mit dem Handy darf nur mit Freisprechanlage telefoniert werden. Tanken kann man beinah überall, das Benzin entspricht meist dem Westeuropäischen Standard.
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| Zeit | In der Türkei ist man uns eine Stunde voraus, dies gilt ganzjährig, da die Türkei auch den Wechsel von Sommer auf Winterzeit (und umgekehrt) vollzieht. |
| Zoll | Persönliche Gegenstände und Geschenke bis zu einem Wert von 300 EUR sowie 400 Zigaretten und 1l Alkohol darf man zollfrei in die Türkei einführen. Wertgegenstände sollte man in den Pass eintragen lassen um bei der Ausreise Probleme zu vermeiden. Dass man weder Drogen noch Waffen einführen darf, versteht sich von selbst. Teppiche und Antiquitäten dürfen nur unter Sonderbedingungen ausgeführt werden, hier sollte man sich im Voraus gründlich informieren. Aus der Türkei dürfen nicht mehr als 200 Zigaretten und 1l Alkohol nach Deutschland einführt werden. |
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